Presseinformation.

09.09.2015

LBBW-Research: „Konjunkturmonitor Sachsen“ - LBBW sieht Sachsens Wirtschaft auf positivem Kurs, aber auch vor einem notwendigem Wandel

Nach Einschätzung des Researchs der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) befindet sich die sächsische Wirtschaft trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in Deutschland und im Euroraum weiterhin auf positivem Kurs. Doch externe Einflüsse wie die Griechenlandkrise, die Marktlage in China und das Handelsembargo gegenüber Russland aber auch Aspekte wie der Mindestlohn oder ein drohender Fachkräftemangel sind Herausforderungen, denen sich die Unternehmen im Freistaat gegenüber sehen. „Trotz der soliden, auch strukturell gut aufgestellten Wirtschaft zeigten sich zuletzt erste dunkle Wolken am Horizont. Daher sind wir mit unserer Prognose zwar zuversichtlich, aber eher vorsichtig. Wir erwarten für Sachsen in den Jahren 2015 und 2016 ein reales Wachstum von durchschnittlich rund 1,3 Prozent“, sagte LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert.

In der neuen Publikation „Konjunkturmonitor Sachsen“ hat das LBBW-Research die aktuelle Lage im Freistaat ausführlich aufgearbeitet. So sei davon auszugehen, dass im Gefolge der robusten Konjunktur Gesamtdeutschlands sich auch in Sachsen das BIP-Wachstum freundlich gestalten sollte. Hier zeige sich die Binnennachfrage stabil, das Geschäftsklima im Groß- und Einzelhandel wird positiv bewertet. Positive Impulse werden zudem von der inzwischen wieder anziehenden Investitionsgüternachfrage erwartet. Risiken ergeben sich dagegen aus der hohen Exportorientierung vieler sächsischer Unternehmen. So verhindere das Handelsembargo gegenüber Russland diverse Auslandsgeschäfte und künftig könnte auch eine spürbare Wachstumsverlangsamung in China negativ wirken - ist China doch das größte Exportland für den Freistaat. Langfristig dürften zudem der steigende Fachkräftemangel, der gesetzliche Mindestlohn sowie die demografische Entwicklung den Beschäftigungsaufbau und das Wachstumspotenzial einschränken. „Trotz einiger Eintrübungen, sehen wir Sachsens Wirtschaft weiter im Aufwind, denn der Freistaat verfügt über starke Unternehmen, eingebunden in eine solide, mittelständisch geprägte Wirtschaftsstruktur. Unterstützt wird dies durch sehr gute Rahmenbedingungen, etwa eine moderne Infrastruktur, eine solide Wirtschafts- und Finanzpolitik, ein hohes Qualifikationsniveau sowie die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft“, ergänzte Burkert.

Notwendiger Wandel in Sachsens Wirtschaft

Oliver Fern, Vorstand der Sachsen Bank, sieht die sächsische Wirtschaft vor einem notwendigen Wandel: „Die hiesige Wirtschaft verfügt über eine solide Basis, muss sich aber den sich ändernden Bedingungen anpassen. Wenn die Unternehmer sich weiterhin veränderungsbereit, flexibel und entschlossen den aktuellen Herausforderungen stellen, werden sie auch in Zukunft wettbewerbsfähig und erfolgreich sein können. Wir als Hausbank zahlreicher Unternehmen in der Region sind bereit, sie dabei zu begleiten und zu unterstützen.“

Dazu gehört beispielsweise das Thema Unternehmensnachfolge. Gut 25 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung steht bei vielen Firmen ein Generationenwechsel an. Die Optionen reichen hier von der Weitergabe der Unternehmensführung an die Kinder, über die Hereinnahme familienfremder Geschäftsführer oder ein Management-Buyout bis hin zum Verkauf des Unternehmens. Speziell die Vergrößerung von Unternehmen durch Zusammenschlüsse oder Übernahmen bietet Chancen: Dadurch können Skaleneffekte genutzt werden, die Wertschöpfungskette kann vertieft und das Know-how gebündelt werden. „Die letztendliche Entscheidung dazu liegt natürlich beim Unternehmer. Mit unserer ganzheitlichen, strategischen Beratung und der operativen Unterstützung bei allen finanzwirtschaftlichen Themen helfen wir ihm dabei, die richtige Wahl zu treffen“, erläuterte Fern.

Ein anderer Aspekt ist die Internationalisierung. Hier haben viele mittelständische Unternehmen Sachsens noch Potenzial - und gute Wachstumschancen. Dies gilt für die benachbarten Wirtschaftsregionen aber ganz besonders auch für neue Wachstumsregionen in Lateinamerika oder Asien. "Gerade beim Gang ins Ausland begleiten wir viele Unternehmen. Neben der langjährigen Expertise im Auslandsgeschäft schätzen unsere Kunden dabei vor allem das weitreichende internationale Netzwerk der LBBW, das einen umfassenden Service und eine hohe Marktkenntnis direkt vor Ort bietet“, sagte Fern. Ergänzt wir dies durch die German Centres der LBBW in China, Indien, Mexiko, Russland und Singapur, die als erste Anlaufstelle speziell für kleine und mittelständische Unternehmen dienen, sowie spezielle Tochterunternehmen - beispielsweise in Mexiko, wo eine Finanzierungsgesellschaft Kredite in Landeswährung ermöglicht.

Die Publikation „Konjunkturmonitor Sachsen“ des LBBW-Research kann abgerufen werden unter:

2015 Konjunkturmonitor Sachsen

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