Kunstpreis der Sachsen Bank

Museum der bildenden Künste zu Leipzig

Das Museum der bildenden Künste Leipzig zählt zu den ältesten Bürgersammlungen Deutschlands. Seine Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1837. Nach Jahrzehnten vorläufiger Unterbringung besitzt das Museum der bildenden Künste seit fünf Jahren wieder ein festes Domizil: Am 4. Dezember 2004 wurde der Neubau auf dem ehemaligen Sachsenplatz eröffnet, der in viereinhalb Jahren Bauzeit nach den Entwürfen des Berliner Architekturbüros Hufnagel, Pütz, Rafaelian errichtet worden ist.

Es handelt sich dabei um den ersten völligen Neubau eines Kunstmuseums in den neuen Bundesländern nach 1945. Der Museums-Kubus verbindet in seinem Inneren eine klassische Museumsarchitektur mit hohen kubischen Terrassen und Lichthöfen, die jeweils über mehrere Geschosse reichen und das Haus zur Stadt öffnen. Im April 2005 erhielt das Haus den Deutschen Kritikerpreis für Architektur

Die Kunst

Die Bestände des Museums der bildenden Künste umfassen rund 3.500 Gemälde vom Spätmittelalter bis in die Gegenwart, 1.000 Skulpturen und mehr als 60.000 Zeichnungen, Grafiken, Aquarelle und Fotografien.

Im ersten Geschoss wird in vier Räumen das vielfältige Schaffen Max Klingers präsentiert sowie Gemälde und Plastiken des in Leipzig geborenen Max Beckmann und die Kunst von 1900 bis 1949. Das zweite Geschoss beginnt mit der Kunst der Alten Meister (Lucas Cranach, Rogier van der Weyden u. v. a.). Die Kunst des 15. und 16. Jahrhunderts führt länderübergreifend die Gleichzeitigkeit der unterschiedlichen künstlerischen Positionen vor Augen (u.a. Frans Hals, Pieter de Hooch, Peter Paul Rubens). Die Kunst des 16. bis 18. Jahrhundert wird zum einen aus europäischer Perspektive mit Werken italienischer, spanischer, französischer und deutscher Provenienz gezeigt, zum anderen wird ein Schwerpunkt auf die sächsische und Leipziger Malerei im 18. Jahrhundert gesetzt.

Im dritten Geschoss ist in drei Raumabfolgen die Kunst des 19. Jahrhunderts zu sehen: Der Bestand zeichnet mit Werken u.a. von Joseph Anton Koch, Caspar David Friedrich, Karl Blechen, Adolph von Menzel, Adrian Ludwig Richter, Arnold Böcklin, Wilhelm Leibl, Max Liebermann und Lovis Corinth ein nahezu lückenloses Porträt der Epoche. Einen besonderen Höhepunkt bildet die Schenkung Bühler-Brockhaus, die Werke der Schule von Barbizon u.a. von Camille Corot, Charles Daubigny und Claude Monet vereint. Werke der zeitgenössischen Kunst sind in den Terrassen, Höfen, Treppenhäusern, aber auch in die alten Sammlungsteile integriert. Im Obergeschoss zum Beispiel ein Saal mit Arbeiten von Neo Rauch und Daniel Richter und im Nachbarraum von Stephan Huber und Thomas Scheibitz.

Museum der bildenden Künste zu Leipzig

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