Henriette GrahnertPreisträgerin 2008 Henriette Grahnert studierte von 1997 bis 2004 Malerei und Grafik bei Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig sowie 2001 an der Glasgow School of Art und schloss ihr Studium mit dem Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig ab. Grahnert überzeugte die Jury, der Dr. Barbara Honrath (Goethe-Institut, München), Dr. Doris Krystof (K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf), Dr. Gisbert Porstmann (Städtische Galerie Dresden) und Dr. Hans-Werner Schmidt (Museum der bildenden Künste Leipzig) angehörten, mit einem unverwechselbaren künstlerischen Ansatz, dessen Schwerpunkt auf Malerei liegt, aber auch Zeichnung und Installation umfasst. Ausgehend von einem abstrakten Formenvokabular entwickelt Grahnert flächige Kompositionen, die vielfältige gegenständliche Assoziationen auslösen. Diese werden oft durch pointierte Titel verstärkt. Dekorative Prinzipien werden in beeindruckender Weise durch expressiv malerische Gesten überlagert und aufgehoben.
Warten auf den Kasper, 2005, Abgeblätterte Farbe, unbeabsichtigte Pinselstriche, Kleckse, beschmiertes Klebeband - die Überreste und Nebenprodukte des Malprozesses bilden die Elemente der Bilder Henriette Grahnerts. Bruchstücke zufälliger Gesten, sorgsam arrangiert und retuschiert. Was normalerweise als Abfall betrachtet wird, wie die Fetzen benutzten Klebebands und die Rückstände der Leinwand, Grahnert rücket es ins Bild. Farbspuren werden in Vitrinen ausgestellt oder in Schachteln gepackt, sie werden auf einer Bühne postiert oder von einer strahlenden Korona umsäumt. So mit einem eigenen Leben versehen, werden sie zu Kultobjekten und schaffen Raum für Assoziationen. Neben ihrer Analyse des Malprozesses sind Grahnerts Bilder auch als kokette Verweise auf den gegenwärtigen Hype um figurative Malerei zu verstehen. (Quelle: Galerie Kleindienst).
da fliegen sie dahin die schönen Emotionen, 2007, |
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