Ricarda RogganPreisträgerin 2004 Ricarda Roggan studierte von 1993 bis 2002 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig in der Fotografieklasse bei Timm Rautert, bei dem sie bis 2004 Meisterschülerin war. 2003 nahm sie am Residency program „Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf“ teil. Gleichzeitig besuchte Roggan das Royal College of Art in London, MA Dept. Photography. Ricarda Roggans Fotografien zeigen sorgfältige Arrangements von Möbelstücken und Gebrauchsgegenständen, die gleich einer Stilllebeninszenierung aufgebaut sind. Das Ausgangsmaterial für ihre Arbeiten entnimmt die Künstlerin verlassenen Häusern und Fabrikräumen. In der Komposition ihrer Bilder greift Ricarda Roggan die ursprünglich vorgefundene Anordnung der Objekte auf, überträgt sie jedoch in menschenleere, zum Teil künstlich geschaffene Räume. Die Dinge erhalten durch das Herauslösen aus ihrer ursprünglichen Umgebung eine neue Präsenz.
Triptychon Stühle und Tische, Ricarda Roggan, 2003, Ricarda Roggans Arbeiten bieten beim ersten, flüchtigen Blick keinen narrativen Hinweis oder verbindenden Kontext. Doch die den Fotografien eigene Atmosphäre lädt zu individuellen Assoziationen ein. Die dokumentarische Arbeit und Arbeitsweise, die fotografische Archivierung eines Arbeits- und Lebensraums sowie eines Zeitraums werden thematisiert. Roggan setzt bewusst die Mittel der dokumentarischen Fotografie und Inszenierung ein und verbindet sie mit erzählerischen und imaginären Einschüben. |
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