Julia SchmidtPreisträgerin 2006 Julia Schmidt studierte von 1995 bis 1998 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Von 1998 bis 2000 war sie an der Glasgow School of Art und schloss ihr Studium mit einem Bachelor of Art ab. Im Jahr 2001 machte sie ihr Diplom an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. In ihren Arbeiten reflektiert die Künstlerin das Medium der Malerei. Das Konzept steht an Stelle von Unmittelbarkeit, die Malerei auf dem Prüfstand. Fragen nach dekorativen und malerischen Qualitäten, dem Waren- und Fetischcharakter der Malerei sowie dem Verhältnis von gemaltem Objekt und realem Motiv prägen ihre Bilder.
landscape (half cleaned), 2006, Julia Schmidt ist sich der Verführungsqualität von Malerei und deren Marktgängigkeit bewusst. Sie weiß den Fetisch Malerei zu konterkarieren. Ihre Bildsujets generiert sie sowohl aus der so genannten Hochkultur wie auch aus dem Massenmedium Internet. Die meist gefundenen Bilder bilden bereits Vorhandenes ab, sie erzählen sowohl inhaltlich als auch in dem Ausschnitt, den die Künstlerin wählt, vom Umfeld der Malerei. Darüber hinaus erlaubt diese Technik Schmidt das Malen von Szenen, wie beispielsweise einer Landschaft, die sie von sich und aus sich heraus so als Sujet nicht in die Bildmitte rücken würde. Bildzitate von Franz Hals bis Fragmente von „Restposten“ reihen sich ein zwischen Bildausschnitte, die das Thema „Restaurierung von Malerei“ behandeln. Und wiederum ist es der Marktwert des Mediums Malerei, die Hinterfragung von Werterhaltung sowie dem Umgang mit dieser, die im Zentrum des Interesses der Künstlerin steht.
UNTITLED (BLACK SET), 2006, Julia Schmidt beschäftigt sich darüber hinaus auch mit Präsentationsformen von Malerei. Manchmal geben diese Präsentationsformen den auf Holzgrund gemalten Bildern ihre Objekthaftigkeit zurück. |
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